Über das lfe

Als Landeshauptstadt besitzt Erfurt ein buntes, offenes kulturelles Angebot, auch im Bereich der Literatur. Mit der Erfurter Herbstlese und dem Textil-Festival entstanden in den letzten Jahren Veranstaltungsreihen, die regional Relevanz besitzen und hohe Besucherzahlen verzeichnen. Mit dem Literaturfestival Erfurt (LFE), das eine Gruppe junger Kulturschaffender aus Erfurt, Leipzig und Berlin im nächsten Frühjahr erstmalig veranstaltet, wird dieses Angebot erweitert um ein jährlich stattfindendes Ereignis, das Literatur in Erfurt einen tatsächlichen Festivalcharakter verleiht. Stadt und Literatur werden für ein Wochenende zusammengeschlossen – von einem außergewöhnlichen Programm, das über die klassische Autorenlesung hinausgeht, mit besonderen Künstlern nach alternativen Präsentationsformen sucht und mit fest integriertem Kinder- und Jugendprogramm, Beziehungen zu Musik und Kunst eine Zielgruppe anspricht, die genauso divers ist wie unsere Stadt.

Besonders am Herzen liegen uns dabei drei Dinge:

AUSTAUSCH – es ist uns wichtig, Literatur zu finden, die Dialog zulässt, auf, vor und hinter der Bühne. Zwischen Publikum und Autor, zwischen den AutorInnen und vor allem zwischen den Künsten. Unser Festival soll zum Austausch anregen; Und das nicht nur in unseren Diskussionsveranstaltungen. Ein zentraler – mitunter markanter – Spielort soll zum Kommen und Verweilen anregt.

AUFTRITT – für uns ist eine Lesung mehr als verkaufsförderndes Moment. Unter den Bedingungen des Auftritts verändert sich Literatur, sie wird zu etwas Neuem, das über Worte auf Papier hinausgeht. Darum wollen wir eben solche Momente schaffen, in denen dieses Neue gewürdigt und bewusst gefördert wird. Im Austausch mit den AutorInnen entdecken wir andere, experimentelle Formen der Literaturpräsentation und -vermittlung.

ALTERNATIVEN – selbstverständlich gibt es wenig Ärgerlicheres als elitäre Kunst-Zirkel, und selbstverständlich wollen wir allen zugänglich sein. Dennoch ist es uns wichtig, Literatur zu entdecken, die nicht nur spannende Geschichten erzählt, sondern selbst spannend ist: Literatur, die anders erzählt, mit Sprache jongliert , mit den Bedingungen von Literatur spielt, sie reflektiert. Literatur, die Wissenschaft ist oder Musik oder Film – die die Grenzen der Literatur entlang wandert und sie vielleicht sogar aufzubrechen versucht.

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